Metaverse, Blockchain, NFT, WEB3 in der Eventbranche

Metaverse, Blockchain, NFTs – was bringt Web3 für die Eventbranche

Metaverse, Blockchain, hybride Events, digitale Events, NFTs. Mit Begrifflichkeiten geizt die Digitale Welt der 20er Jahre des 21. Jahrhunderts nicht. Die Digitalisierung ist mittlerweile kein „Neuland“ mehr, wir sind nämlich mittlerweile im so genannten Web3 angekommen und ein großer Teil der Bevölkerung kennt ein Leben vor Internet, Tablet und Smartphone gar nicht. Es wird daher wirklich Zeit Klarheit zu schaffen und vor allem klar zu machen was das Ganze mit der Eventbranche zu tun hat. Daher veröffentlichen wir auf unserem Blog in den nächsten Wochen eine Serie zu verschiedene New Technology Trends und welche Bedeutung diese für die Eventbranche haben.

In dieser Serie gehen wir auf Digitale Events im Metaverse, Blockchains und Liquid Democracy, NFTs und Veranstaltungen, sowie weitere interessante neue Trends ein und verknüpfen diese mit aktuellen und zukünftigen Digitalisierungstrends in der Eventbranche.

Digitalisierung in der Eventbranche

Angeschoben durch die Pandemie gab es in der Eventbranche einen nie dagewesenen Digitalisierungsschub. Digitale Events, Hybride Events, Event-App und digitales Teilnehmermanagement waren auch schon vor Corona Begrifflichkeiten, doch heute sind sie wirklich allen Eventmanager*innen ein Begriff. Zudem sehen wir auch, dass sich Trends, wie digitale Events auch in der postpandemischen Zeit manifestiert haben. Ein zurück gibt es nicht mehr und die Eventbranche durchlebt gerade den Napster-Moment der Musikbranche. Soll heißen schon viele Branchen mussten den Digitalisierungsprozess mit teils schmerzlichen Auswirkungen für einzelne Player durchmachen. Die Musikbranche (Napster mit MP3-Sharing und später Spotify mit Musikstreaming) war eine der ersten Branchen, die revolutionäre Änderungen durch Digitalisierung erfuhr. Blockbuster Inc. war eine Franchisekette für den Verleih und Verkauf von DVDs und Blu-Rays mit über 8.000 Filialen weltweit und einem Umsatz von mehreren Milliarden. Die Digitalisierung der Branche mit Video-Streaming Plattformen, zunächst illegal, später legale Anbieter wie Netflix haben auch hier den Markt neu geordnet.

Die Eventbranche befindet sich aktuell in einem ähnlichen Prozess. Viele neue Technologien und Formate, wie digitale Events, hybride Events, Event-App oder virtuelle Messestände strömen in den Markt und nur Eventmanager*innen, die den Weg der Digitalisierung mitgehen, werden nachhaltig erfolgreich sein.

Web3, Meterverse und die Technologien

Zunächst sind Metaverse und Web3 Terminologien und Entwicklungen im Internet, die gerade erst beginnen. Diese Trends beruhen auf einer Vielzahl von Technologien. Zunächst sollten wir die Begrifflichkeiten etwas genauer erklären.

Übersicht Web 3.0 - Liquid Democracy, Metaverse, Blockchain, NFT

Web1, Web2, Web3 – was heißt das eigentlich?

Auf Web1 und Web2 folgte logischerweise Web3. Als Web1 werden die Anfänge der WorldWideWeb (nicht zu verwechseln mit Internet) bezeichnet. Es gab wesentlich wenige/r Nutzer*innen im Web und die Nutzer*innen waren zu 99 % ausschließlich Inhaltsnutzer*innen und konnten statische Informationen von Webseiten abrufen und in ersten Zügen auch Produkte aus Online-Shops bestellen. Mit Beginn des neuen Jahrtausends änderte sich dies langsam. Die User wurden immer mehr auch zu Content Creators. Social Media, Blogs etc. drangen immer mehr in den Vordergrund und die Nutzer*innen wurden immer mehr Teil des Webs und nicht nur Beobachter*in. Willkommen im Web2!

Diese Phase dauert immer noch an und wird auch weiter andauern. TikTok, Instagram, YouTube. Knapp 5 Milliarden Internetnutzer erstellen jeden Tag Petabytes an Content auf Social Media Plattformen. Doch sind die User zwar Teil des Webs, die Kontrolle liegt aber bei wenigen großen s.g. Gatekeepern, wie Google, Amazon, Apple etc. Sie sind Eigentümer der Daten und stehen am Ende der Wertschöpfungskette. Von einem „freien Netz“ kann schon lange keine Rede mehr sein.

Web3 ist nun nicht zwingend die nächste Stufe des Webs, sondern ein radikal neuer Ansatz: Die Demokratisierung des Internets!

Web3 und die dezentrale Demokratisierung des Internets

Einfach gesagt sollen Technologien, wie Blockchain, künstliche Intelligenz oder das Semantic Web die Dezentralisierung des Webs vorantreiben. Daten werden nicht mehr zentral bei den großen Gatekeepern gespeichert, sondern auf vielen Servern weltweit, dezentral. Die Blockchain sorgt für eine Fälschungssicherheit und die Nutzer*innen werden unabhängig von den großen Gatekeepern und gewinnen die Macht über die eigenen Daten zurück.

Und das Metaverse?

Das Metaverse ist heute noch eine Zukunftsvision. Es gibt zwar schon einige Metaverse Ansätze von verschiedenen Anbietern, aber diese entsprechen noch nicht der Vorstellung eines allumfassenden Metaverse. Das Metaverse ist somit vom grundlegenden Verständnis zunächst kein Bestandteil des Web3. Ein Metaverse von Meta (vormals Facebook) würde dem o.g. Ansatz sogar komplett Wiedersprechen.

Zudem ist sowohl das Konzept, als auch der Begriff alles andere als neu. 2003 ging Second Life online, das mit großem Abstand bisher erfolgreichste „Metaversum“. Konzepte bezüglich Metaversen gibt es schon seit den 80er Jahren. Nichtsdestotrotz gibt es Vorstellungen zum Metaversum, die ähnliche Dezentralisierungsansätze, wie das Web3 verfolgen.

Aber was genau ist das Metaversum?

Metaversum ist ein Kofferwort aus der griechischen Vorsilbe „meta“ (mit der Bedeutung „jenseits“) und Universum. Neben dem „realen“ Leben besteht somit im Metaversum ein weiteres Leben als Avatar (vgl. Snow Crash von Neal Stephenson – 1992).

Das Metaversum ist somit eine virtuelle Welt, in der wir Tätigkeiten wie im echten Leben nachgehen. Das Metaversum verknüpft einzelne Aktivitäten oder Dienstleistungen des Internets zu einer virtuellen Welt miteinander. Man bewegt sich in der virtuellen Welt dreidimensional, wie in der echten Welt, besucht Geschäfte (Online-Shop), geht weiter ins Kino (Video-Streaming), nimmt an beruflichen Meetings teil oder besucht Veranstaltungen (digitale Events). Man kann sogar digitale Grundstücke und Häuser kaufen. Das Wichtigste ist natürlich, dass man die ganze Zeit mit anderen Nutzer*innen interagieren kann.

Technologien wie VR-Brillen werden hier in der Zukunft natürlich ganz entscheidend sein.

Wie schon erwähnt gibt es das Metaverse heute noch nicht und viele Anbieter verfolgen starke kommerzielle Ziele. Es gibt aber auch Ansätze die auf Blockchain und Open-Source basieren, wie z. B. das Metaverse Decentraland. Hier verschmelzen nun Ansätze des Web3, der Dezentralisierung des Webs und des Metaverse.

Und was soll das nun alles?

Wir befinden uns sowohl mit der Eventbranche, aber auch im gesamten Prozess der Digitalisierung in einer sehr spannenden Phase. Viele neue Technologien strömen in den Markt. Was sich davon schließlich durchsetzt und was nicht, das wird sich noch entscheiden. Wir möchten Ihnen mit dieser Serie einen Überblick und ein Verständnis für die Trends geben, die auf uns im Allgemeinen und speziell auf die Eventbranche in den nächsten Jahren zukommt. Denn eine Sache ist auf jeden Fall klar: Wer den Digitalisierungstrend nicht mitgeht, geht am Ende gar nicht mehr!

Quellen

https://www.netzpiloten.de/was-ist-web3-internet-standard

https://blockchainhub.net/web3-decentralized-web

https://hbr.org/2022/05/what-is-web3

https://www.cryptostudio.com/de/crypto-abc/web3/

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